Tell a Story Januar 2018 #2 | meine Straße

Tell a Story meine Straße

Letzte Woche habe ich euch etwas über meine Stadt München erzählt. Diese Woche geht es um meine Straße. Gar nicht so einfach. Ich glaube ich werde da noch ein bisschen ausholen. Aber erstmal zeige ich euch meine Straße: Tell a Story Januar 2018 #2 - meine Strasse - Frühstück bei Emma Blogparade Ich habe kein besonderes Verhältnis zu unserer Straße. Es ist ruhig hier, also keine Durchgangsstraße und selten muss man einem Auto ausweichen. Was mich anfangs ein bisschen irritiert hat, die Straße ist so leer. Vielleicht liegt das daran, dass in unserer Straße keine Kinder spielen. Andere Zeiten eben. Ich habe in meiner Straße im Schwarzwald stundenlang auf der Straße gespielt. Himmel und Hölle und was war das für ein Spaß, als die Straße aufgerissen wurde um Kabel zu verlegen. Wir Kinder auf dem Viertel hatten einen Haufen Spaß und haben am Wochenende die “Tunnel” zu unserem Abenteuerspielplatz gemacht. Undenkbar heute, oder? Gut es war kaum Verkehr dort und alle Nachbarn kannten sich und somit wurden wir auch nie über den Haufen gefahren.

Machen die Menschen die hier leben, die Straße aus?

In unserer Straße kenne ich ein paar sehr nette Menschen näher und auch ein paar schräge ( naja die gibt es ja überall) . Oft wissen Freunde und Bekannte von mir mehr, über diese Menschen als ich, denn wir wohnen erst seit 9 Jahren hier und da unser Eck ein ziemliches Dorf ist, musste ich schon oft über die Geschichten dieser Menschen in unser Straße schmunzeln: Ach das sind eure Nachbarn – ahhhhh – wir kennen sie aus der Grundschule, Fussballverein oder oder oder. Und schon bekommt man ne lustige Geschichte erzählt. Eigentlich ganz nett. Aber irgendwie ist das auch komisch, denn wenn andere über meine Straße sprechen, also diese aktuelle, dann fühlt sich das immer komisch an. Meine Straße ist wohl doch die Straße, in der ich als Kind gewohnt habe. Im Laufe meines Lebens, habe ich in vielen Straßen gelebt, keine hat mir dieses Gefühl geben können. Vielleicht ist ja doch was dran, dass man sich zu seiner Straße zugehörig fühlt, wenn man da groß geworden ist. Wenn die Freude und Spielkameraden in DER Straße wohnen. Wenn man sich dann quasi sein ganzes Leben lang schon kennt. Bei allen Nachbarn ein und aus geht. (Auf dem Land war das so!) Noch heute fahre ich jedesmal an unserem Haus vorbei, wenn ich im Schwarzwald bin, auch wenn da schon lange meine Eltern nicht mehr wohnen. Es wohnt auch keiner meiner Freunde mehr da. Das Gefühl bei der Erinnerung an meine Straße ist ein sehr schönes. Aber fahre ich heute dort vorbei, fühlt es sich nicht mehr so an. Überhaupt fühlt sich alles mit jeden Jahr das vergeht, immer fremder an. Neulich sind mir sogar einige Straßennamen nicht mehr eingefallen. Naja es sind ja auch über 25 Jahre vergangen, seit ich nicht mehr da wohne.

Was liebe ich an meiner (aktuellen) Straße?

Am liebsten in unserer Straße mag ich diese große Kiefer. Unser Straße liegt ja am Stadtrand, dass heisst: keine schicken Cafés, Shops oder Parks. Ich denke mir oft, wenn ich die Straße lang fahre, wie schön die Kiefer ist und dass sie Charakter hat. Ich hoffe sie bleibt noch ganz lange. Das war schon mein Beitrag zu Tell a Story meine Straße. War doch jetzt mit gemischten Gefühlen. Wie ist denn eure Straße? Habt ihr was besonders Schönes oder was verbindet ihr mit eurer Straße? Wer Lust hat, mitzumachen, kann gerne seinen Beitrag hier drunter verlinken. Ich schaue bei allen gerne vorbei. Wie geht es nächste Woche weiter:

Tell a Story meine Straße - ein Beitrag bei Frühstück bei Emma

Dann geht es um euren Lieblingsplatz. Wo fühlt ihr euch gut? Wo seid ihr am Liebsten? Ein Platz im Haus, bei der Arbeit, in der Stadt, ein Urlaubsort?  Ich glaube das wird auch spannend. Ich freue mich auf jeden Fall schon drauf. Herzliche Grüße Emma

Hier könnt ihr eure Beiträge zu Tell a Story meine Straße, verlinken:

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Comments

  1. Die Kiefer ist wirklich toll. Überhaupt gibt es viele Bäume bei dir, schön ist das! Leer wirkt sie, aber nicht abweisend.

    Liebe Emma, es ist zwar erst der zweite Durchgang – aber schon bin ich verliebt in Tell a Story. Die Geschichten der anderen sind einfach interessant. all das was du über deinen “Kinderstraße” scheibst trifft auch auf mich zu… schön darüber nachzudenken. Danke, für die Aktion!

    • doch die Gärten sind auch wirklich ganz schön anzuschauen, aber so gut wie nie, laufen Menschen auf dem Gehweg. Naja selbst meine Kinder radeln überall hin, weil dann doch zu weit weg von allem. Ich freue mich auf jeden Fall so sehr, dass Dir die Aktion gefällt… ich bin ganz selig über all diese Geschichten und freue mich so so sehr über jeden Beitrag …

  2. Da wohnst du in so einer richtigen schönen Vorortstraße mit Gärten, Zäunen, Toren und jeder denkt: Wow, da möchte ich leben. Und dann ist es doch eher einsam & langweilig, verglichen mit der Straße der Kindheit. So ganz anders geht es mir mit meiner eher hässlichen Straße ( und die der Kindheit ist eigentlich keinen Besuch mehr wert ).
    Aber das ist das Schöne an solchen Challenges, zu erfahren, wie unterschiedlich wir Menschen sind…
    Tolles Thema, hat mir gut gefallen.
    Einen guten Tag in M.
    Astrid

    • Liebe Astrid, ja genau so denke ich auch… wie unterschiedlich alles, nicht? Wir leben aber wirklich ganz gerne hier im Eck.. weil es auch viel Gutes hat diese Stille und Ruhe. Aber für mich irritierend, dass so gut wie niemand zu Fuss unterwegs ist. Schleicht mal ein Fussgänger bei uns rum, wird er auf jeden Fall ganz genau angeschaut… weil man kennt ja praktisch jeden 🙂

  3. …interessante Gedanken, liebe Emma,
    und die Baum gesäumte Straße mag ich auch…habe mich nur auf die Straße beschränkt, in der ich jetzt seit 20 Jahren wohne, zuvor gab es einige Umzüge…eine Straße meiner Kindheit gibt es gar nicht, das war eine Wiese zwischen zwei Wohnblocks,

    liebe Grüße Birgitt

    • danke Birgitt… ich hoffe ich verwirre euch nicht mit meinen Gedanken.. denn viele denken so oft.. wow wie schön bei euch.. ich sehe immer nur ein bisschen das fehlende Leben auf der Straße. Weil ich es wohl ganz anders kennen..

  4. Hallo liebe Emma,
    diese Kiefer ist wirklich sehr schön. Bei uns gibt es auch noch viele alte Bäume. Du wirst sehen, dass ich zwei Straßen als meine Straße(n) bezeichnen, aber sie liegen ja auch direkt im rechten Winkel zu einander. Vorne steht mein Elternhaus von 1927, hinten unser “Klein-Häuschen”. Auch wir wohnen am Stadtrand, ganz im Westen von Frankfurt am Main. Hier ist es ebenfalls recht ruhig.
    Herzliche Grüße – Elke

  5. An unserer Ölweide im Garten hängen auch einige Nachbarn, da sie unseren Teil der Straße sehr prägt. Der Blick in deine Straße gefällt mir!
    Nächste Woche bin ich wieder dabei.
    Liebe Grüße
    Andrea

  6. Oh toll Emma, wie schön das bei dir aussieht! So richtig eine Strasse zum entlang spazieren… Ja das mit der Kindheits-Strasse kann ich gut verstehen, ich hab ja das Glück dass ich einen Teil meiner Kindheit an meiner Strasse verbringen durfte…

  7. Deine Straße gefällt mir sehr gut mit den vielen Bäumen 🙂
    Mir ist auch aufgefallen, dass die Kinder gar nicht mehr auf der Straße spielen. Die sind wahrscheinlich alle schon in der virtuellen Welt verloren gegangen. In meiner Kinderzeit war die Straße voller Kinder. Heutzutage leidet wohl schon die jüngste Generation an sozialer Vereinsamung.
    LG, Varis

  8. lustig, zuerst wollte ich etwas darüber schreiben, dass ich mich in jeder strasse in der ich bisher gewohnt habe, eher als besucherin fühle denn als bewohnerin. vielleicht hat es damit zu tun, dass es gar keine strasse gab, da wo ich aufgewachsen bin. und auch nur eine nachbarnsfamilie. dass die meisten menschen in einer strasse aufgewachsen sind und die als ‘ihre strasse’ bezeichnen wird mir erst jetzt beim lesen deines posts und denen von einigen anderen so richtig bewusst…
    ich glaube, es bleibt spannend mit deinem fotoprojekt!
    ♥ monika

  9. Liebe Emma
    Mir ging es genau gleich. Es fühlte sich komisch an für mich über meine jetzige Strasse zu schreiben. Wir wohnen erst 4 Jahre hier und es gibt nur 5 Häuser an meiner Strasse. Das eine Haus wird nur Ferienhalber genutzt. Aber bei meiner Strasse aus der Kindheit fühlte sich das ganz anders an. 🙂 Und bei meinem Lieblingsplatz nächste Woche erzähle ich dann ebenfalls von meinem Lieblings-Platz aus meiner Kindheit.
    Liebe Grüsse Paula
    P.S. Dank meinen Beiträgen zu deiner Blogparade habe ich übrigens eine Anfrage bekommen für das Jahresbuch unseres Dorf einen Beitrag zu schreiben. *freu 🙂 DANKE 🙂

  10. Was für ein schöner Beitrag, liebe Emma!
    Bei uns in der Strasse spielen auch keine Kinder, schade eigentlich. Ich erinnere mich so gerne am meine Kindheit, in der ich im Sommer bis zur Dunkelheit mit meinen Freunden gespielt habe. Hach….

    Die Kiefer ist wirklich wunderschön, hoffentlich bleibt sie noch ganz lange dort stehen!

    Ganz liebe Grüße,
    Renaade

    • Ich glaube langsam, dass einfach weniger draussen gespielt wird.. schade …bei mir auch bis zur Dunkelheit und dann musste man nach Hause rennen 🙂

  11. Es stimmt, zu der Straße wo man aufgewachsen ist, hat man eine ganz spezielle Verbindung. Da kann es einem am jetzigen Wohnort noch so gut gefallen, es kommt nie an diese Straße ran.

    • ich glaube auch.. wobei ich kenne auch Freunde, die fühlen sich in ihrer Strasse sehr sehr wohl , auch wenn sie nicht da aufgewachsen sind. Ich muss mal bei Gelegenheit mal fragen, dass interessiert mich sehr, ob das ein anderes Gefühl ist zu der Kindheitsstrasse…

  12. kurz vor schluss habe ich auch noch “meine straße” verlinkt. bei uns spielen auch keine kinder mehr auf der straße – so wie es bei mir früher auch war. aber es wohnen dort auch nur noch wenige menschen mit kleinen kindern und die sitzen wohl nachmittags eher am computer…
    deine straße mit der großen kiefer gefällt mir. es sieht ruhig und gemütlich aus – ich mag das sehr!
    danke für das schöne thema, ich schicke liebe grüße
    mano

  13. hier sind auch immer weniger kinder die draussen spielen…habe schnell einige fotos die schon 1 jahr alt sind für mein link gefunden… schöne idée diese strassen geschichten 🙂

  14. Eine wirklich schöne Vorortstraße, in der noch viel Grün zu sehen ist. Wir haben damals fast unsere gesamte Kindheit auf der Straße gespielt, schön war´s.
    LG
    Sigi

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