Gedanken zum Weltfrauentag

#My2cents – Gedanken zum Weltfrauentag

Weltfrauentag noch ein langer Weg zur Gleichberechtigung

Jedes Jahr zum Weltfrauentag schwanke ich zwischen Wut und Trauer. Ja ihr lest richtig. Denn es führt mir noch mehr vor Augen, wieviel noch getan werden muss. Und lang und steinig der Weg noch ist. Versteht mich nicht falsch. Ich persönlich habe unglaublich viel Glück und habe genauso alles gewählt wie ich wollte. Ich hatte Glück hier in diesem Land zu leben. Ein selbstbestimmtes Leben zu führen und habe nichts dafür getan. Es war einfach Glück hier auf die Welt kommen und tolle Eltern zu haben, die mich immer unterstützt und getragen haben. Ich durfte mich ausprobieren. Abenteuer erleben.

Ich …

  • habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert und mich in einem damals und heute männerdominierten Berufsumfeld sehr gut behauptet.
  • hatte tolle Jobs und nicht das Gefühl, dass ich benachteiligt wurde
  • bin in der Welt umher gereist ohne Angst
  • habe nie mich für irgendetwas rechtfertigen müssen
  • bin Mutter und Ehefrau und das erfüllt mich und flutet mich mit Liebe

War das Glück? War das Schicksal. Oder war das alles Fake? Habe ich alles mir schöngeredet? Oder wollte ich manchmal nicht nach rechts und links schauen, weil es mir ja gut geht.

Je älter ich werde umso wütender werde ich, beim Betrachten der sozialen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt. Und es geht hier auch um Männer und Frauen. Arm und reich und soviel mehr. Es macht mich immer noch wütend, dass es immer noch so viele Menschen gibt, die die Welt in Geschlechter aufteilen und deswegen man anders behandelt wird. Mädchen die in manchen Ländern immer noch kein Zugang zu Bildung haben. Ja und das ist mein größter Trigger. Denn so kann man sie noch kleiner halten. Aber darüber werde ich mal wirklich ne ganze Serie schreiben. Die Frauenrolle und das Frauenbild ist so unterschiedlich auf unserer Erde. Immer noch sind Frauen nicht genauso viel “Wert” wie Männer. Ist doch unglaublich…

Und noch heute 2021 ist noch echt vieles schon auf einen guten Weg und vieles läuft aber auch gehörig schief.

  • gleiche Arbeit = gleicher Lohn – ja da gibt es Gesetze und natürlich auch Ausnahmen.  Schaut euch an, wieviel Männer mehr verdienen und auch die Gründe. Lohnlücke 19,2 %
  • Mädchen die im Haushalt immer noch mehr machen müssen / sollen / dürfen als ihre Brüder… jaaa auch das habe ich beobachtet hier in Deutschland. Sprachlos bin ich…
  • Frauen die immer noch abwiegen.. Familie, Kind, Karriere? Wie kann das gehen?
  • Chefs die sich Sorgen machen, um männliche Mitarbeiter , deren Frau mal ausfällt, wie er dann zurecht kommt… Mit Essen usw… hä? da dachte ich ich hör nicht richtig. Ich hatte vermutet, er wollte nachfragen wie er sich fühlt mit der Sorge um die Frau und nicht ob er den Haushalt hinbekommt… grrrrrr.
  • Ehefrauen die trotz schlimmer Ehe nicht gehen können, weil das sonst Armut bedeuten würde – für sie und ihre Kinder – Vollzeitjob ja.. geht, Kinderbetreuung – hmmm… da wird es schwieriger. Arbeitszeiten… Hölle das mit der Familie zu vereinbaren. Es hat nicht jeder so ein Glück – aber es ändert sich gerade auch ein bisschen war. Vielleicht ein positiver Corona Effekt.

seit 1975 International Woman’s Day (IWD)

1975 erklärte die UNO den 8. März zum Weltfrauentag. An diesem Tag soll auf die Rechte der Frauen und der Gleichberechtigung aufmerksam gemacht werden. Ja es gab Errungenschaften aber lasst uns nicht vergessen, dass es auch noch bestehende Diskriminierung und Ungleichheiten gibt.

Ich wünsche mir für alle Frauen auf dieser Erde,  dass sie nie mehr diskriminiert werden. Nicht mehr auf Grund ihrer Figur, Kleidung usw. Dinge erleben müssen, Worte ertragen und Blicke erdulden müssen…. viele wissen wovon ich rede.

Frauen die für den Lebensunterhalt der Familie sorgen und immer noch nicht gleich angesehen werden wie Männer die das Gleiche tun. Und Männer die Hausmänner sind und immer noch belächelt werden. Wann hört das bitte auf? Wann können wir dieses Geschlechter-Mimimi hinter uns lassen.?

Ich hoffe, dass alle Frauen an sich glauben und wissen, dass sie alles werden können. Wieviel wert sie sind. Nicht kleingehalten werden. Was leisten wir als Frauen jeden Tag? So vieles und wir können durchaus uns auf die Schulter klopfen. Ich träume … und ich weiß, dass es irgendwann mal so sein wird. Das alle Menschen gleich sind, die gleichen Chancen haben.

Ach und jetzt habe ich immer noch 1 000 000 Gedanken und Gefühle die ich hier runter schreiben möchte. (und wieder einmal bin ich froh und meine 365 Tage bloggen ) Und ich denke es reicht jetzt aber. Für den Moment. Heute ist Weltfrauentag und ja heute wird viel Focus auf dieses Thema gelegt. Aber es ist auch an uns Frauen, diese Themen immer und immer wieder anzusprechen und unsere Zukunft mitzugestalten. Sei es im Großen als auch im Kleinen.

Ach übrigens eins fällt mir noch ein: 83% der Hasskommentare richten sich gegen Frauen!!!!  Das sind Zahlen aus der aktuellen HateAID Prozesskostenfinanzierung. Sich mit diesem Thema zu beschäftigen und was alles an Hate gegen Frauen in den Sozialen Medien passiert puhhh harter Tobak. Das wäre auch mal ein Beitrag wert.

Nachdenkliche Grüße von Emma

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